Meister 1. FC Bamberg III konnte sich durch den freiwilligen Rückzug der zweiten Mannschaft in die Landesliga Nordbayern nicht an den Aufstiegsspielen zu dieser Liga beteiligen und zog ebenfalls seine Mannschaft zurück und trat in der Saison 1973/1974 in der Kreisliga an. Neben dem Meister 1. FC Bamberg III zeigte der Post SV Bayreuth II überzeugende Leistungen und sicherte sich erneut die Vizemeisterschaft. Die restlichen Mannschaften schlossen die Saison mit einer negativen Punktebilanz ab und den Dritten BBC Coburg II trennten gerade einmal vier Punkte vom Abstiegsplatz. Den Weg in die Kreisliga mussten Neuling MTV Bamberg II und TS Kronach II antreten. Die drei freien Plätze wurden erstmals durch die Platzierung in einer Aufstiegsrunde an den ASV Pegnitz, ATS Kulmbach und Eintracht Bamberg vergeben, so dass auch im Spieljahr 1973/1974 wieder in der Liga zehn Mannschaften antraten.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 1. FC Bamberg III | 18 | 32:04 | 1424:0954 | ||
| 02 | Post SV Bayreuth II * | 18 | 31:07 | 1289:1055 | ||
| 03 | BBC Coburg II | 18 | 17:19 | 1105:1235 | ||
| 04 | TS Lichtenfels II | 18 | 16:20 | 1183:1282 | ||
| 05 | ATSV Nordhalben | 18 | 15:21 | 5 | 1236:1300 | |
| 06 | TV 1860 Bamberg II (N) | 18 | 15:21 | 4 | 0983:1087 | |
| 07 | DJK Don Bosco Bamberg | 18 | 15:21 | 3 | 1014:1106 | |
| 08 | TSV Ludwigsstadt (N) * | 18 | 14:24 | 1103:1084 | ||
| 09 | MTV Bamberg II (N) | 18 | 13:23 | 1053:1215 | ||
| 10 | TS Kronach II ** | 18 | 12:28 | 0990:1062 | ||
Erklärung: (N) = Neuling * Verein erhielt zwei Strafpunkte ** * Verein erhielt vier Strafpunkte
Die zwölf gemeldeten Kreisligamannschaften wurden auf die Gruppen West und Ost verteilt. Die beiden bestplatzierten Vereine jeder Gruppe ermittelten die Aufsteiger für die Bezirksliga.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | TS Lichtenfels AH (N) | 10 | 16:04 | 736:567 | ||
| 2 | ATS Kulmbach | 09 | 15:03 | 618:458 | ||
| 3 | ASV Pegnitz | 10 | 15:05 | 732:504 | ||
| 4 | ATS Kulmbach II (N) | 10 | 06:14 | 462:561 | ||
| 5 | TC Rot - Weiß Bayreuth (N) | 09 | 04:14 | 389:544 | ||
| 6 | TV Mitwitz (N) | 10 | 02:18 | 379:682 | ||
Erklärung: (N) = Neuling
Die Neulinge ATS Kulmbach II, TC Rot - Weiß Bayreuth und TV Mitwitz mussten die Spielstärke der übrigen drei Mannschaften anerkennen. Einzig die "Alten Herren" der TS Lichtenfels mischten als "Anfänger" in der Spitzengruppe der Liga mit. Da aber das Hauptaugenmerk der Lichtenfelser auf dem Ü 32 Wettbewerb lag, nahmen aus der Ostgruppe der ATS Kulmbach und ASV Pegnitz an den Aufstiegsspielen teil.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Hallstadt | 10 | 15:05 | 558:478 | ||
| 2 | DJK Don Bosco Bamberg II (N) | 10 | 14:06 | 612:516 | ||
| 3 | Eintracht Bamberg (N) | 10 | 10:10 | 524:564 | ||
| 4 | TSV Hirschaid (N) | 10 | 09:11 | 571:594 | ||
| 5 | CVJM Bamberg (N) | 10 | 08:12 | 554:644 | ||
| 6 | VfL Jahn Bamberg (N) | 10 | 04:16 | 557:580 | ||
Erklärung: (N) = Neuling
In der Westgruppe belegten SV Hallstadt und DJK Don Bosco Bamberg II die beiden ersten Plätze. Da aber die zweite Mannschaft der DJK nicht aufstiegsberechtigt war, bekam Eintracht Bamberg die Chance zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | ASV Pegnitz | 6 | 9:3 | 395:345 | ||
| 2 | ATS Kulmbach | 6 | 5:7 | 5 | 411:386 | |
| 3 | Eintracht Bamberg (N) | 6 | 5:7 | 4 | 328:396 | |
| 4 | SV Hallstadt | 6 | 5:7 | 3 | 359:366 | |
Erklärung: (N) = Neuling
Den ersten Platz sicherte sich der ASV Pegnitz mit vier Siegen. Die einzige Niederlage bezog der ASV beim SV Hallstadt (63:67), eine Punkteteilung mit 65:65 gab es beim Auswärtsspiel bei Eintracht Bamberg. Der direkte Vergleich entschied bei den restlichen Teams über die Platzierung. Hier erzielte der ATS Kulmbach mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage die beste Bilanz vor Eintracht Bamberg (zwei Siege, zwei Niederlagen) und dem SV Hallstadt (ein Sieg, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). Somit musste der Meister der Westliga ein weiteres Jahr in der Kreisliga auf Punktejagd gehen.
Im Spieljahr 1973/1974 wurde die Ostgruppe in Gruppe 1, die Westgruppe in Gruppe 2 umbenannt. Nur TC Rot - Weiß Bayreuth zog sein Team vom Spielbetrieb zurück, vier Mannschaften meldeten sich neu für den Spielbetrieb an. Die Veränderungen in beiden Gruppen im Überblick:
Bei der zweiten Ausspielung nahmen zwölf Vereine teil. Am Ende stand mit dem 1. FC Bamberg III ein neuer Sieger fest, der sich für den Bayernpokal 1973/1974 qualifizierte.
Die Ergebnisse
Für den 1. FC Bamberg übernahm der Slowake Ludovic Karpil in dieser Saison das Traineramt von Sergeant Robert Lewis. Karpil kam mit seiner Familie 1969 aus der Tschechoslowakei und trainierte in der Saison 1970/71 Grünweiß Frankfurt und im darauffolgenden Spieljahr den USC Mainz. Fritz Hofmann wurde an Stelle von Dr. Gerhard Müller Abteilungsleiter. Neu im Spielerkader des 1. FC Bamberg waren die Nationalspieler Wolfgang Bunse (TuS 04 Leverkusen Mathematikstudent in Erlangen) und Sportlehrer Manfred Schitthof (USC Mainz). Aus der Jugend rückten Georg Ullein, Stephan Leitherer und Hans Dotter als Nachwuchsspieler nach. Nicht mehr im Bundesligateam spielten Dürr, Burkard und Hempfling. Studiumbedingt pausierte Clemens Klinger in dieser Saison. Um sich auch weiterhin die Dienste von Jim Wade zu sichern, blieb dessen brandneuer Sportwagen als Pfand in Bamberg.
Sehr erfolgreich verlief der Saisonstart und die Violetten belegten lange Zeit hinter dem MTV Gießen den zweiten Platz. Im Auftaktspiel gelang nach einer knappen 38:36 Halbzeitführung dank der starken Leistung von Gerhard Brand (31 Punkte) beim Neuling in Nördlingen ein 87:76 Erfolg. Die großartige Publikumsunterstützung in der ausverkauften John - F. - Kennedy Halle war ein Garant für die erfolgreiche 83:77 Heimspielpremiere gegen den USC München. Beim MTV Gießen verpasste der FC bei der knappen 82:88 Niederlage eine Sensation. Erst in den letzten beiden Spielminuten verließen den FClern, die nur sechs Spieler einsetzten, die Kräfte. Diese Niederlage waren die einzigen Verlustpunkte in der Vorrunde. Der knappe 65:63 Heimerfolg am nächsten Spieltag gegen den USC Heidelberg blieb nur kurzzeitig in der Wertung. Dem Protest des USC gegen die Schiedsrichter Entscheidung (Heidelberg durfte nach Foul von Bläsius nicht zwischen zwei Freiwürfen oder Seiteneinwurf wählen) wurde von der Spielleitung Recht gegeben. Dank einer überragenden Leistung von Jim Wade (31 Punkte) gewannen die Violetten am 2. Dezember 1972 auch das Wiederholungsspiel mit 75:70. Der nächste Heimerfolg (78:66 Bayern München) wurde durch die Disqualifikation von Jim Wade überschattet. Mitte der zweiten Hälfte wurde der Bamberger bei einem Dunkingversuch rüde gefoult. Wade warf daraufhin dem Münchner Spieler Renner den Ball an den Kopf, Schiedsrichter Naumann handelte sofort und zog dessen Spielerpass ein. Drei Spiele Sperre lautete das Urteil des Sportgerichtes. Im ersten Spiel ohne Jim Wade gelang ein knapper, aber nie gefährdeter 78:73 Erfolg beim SV Möhringen. Zum Heimerfolg (90:72) gegen seinen ehemaligen Club USC Mainz steuerte Manfred Schitthof 22 Punkte bei.
So überragend die Vorrunde (12:2 Wertungspunkte) verlief, so enttäuschend war die Bilanz der Rückrunde (4:10 Wertungspunkte). Im letzten Spiel ohne Jim Wade wurde mit einem 86:55 Erfolg die haushohe Favoritenstellung gegen das Tabellenschlusslicht TSV Nördlingen untermauert. In der Olympiahalle München verlor der FC nach ausgeglichenem Spiel trotz starker Centerleistung von Gerhard Brand (22) in der Schlussphase mit 59:65. Die mannschaftliche Geschlossenheit und die stärkeren Bankspieler waren im Heimspiel gegen den MTV Gießen ausschlaggebend für den 97:87 Erfolg der Hessen. Im Spiel beim USC Heidelberg, das für die Endplatzierung sehr wichtig war, enttäuschte der FC mit der 51:65 Niederlage und fiel auf Platz vier der Südgruppe zurück. Die 71:74 Niederlage bei Bayern München verdeutlichte nur zu deutlich die Krise in der sich der 1. FC in der Rückrunde befand. Unübersehbar war die Fortdauer der Krise auch trotz des 87:77 Heimerfolges über den SV Möhringen. Im letzten Spiel der Vorrunde bezogen die FCler eine blamable 61:79 Niederlage beim USC Mainz wodurch sich die Rheinland - Pfälzer den Klassenerhalt sicherten. Mit dem vierten Platz war nach Beendigung der Vorrunde wieder die Qualifikation für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft erreicht.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | MTV Gießen | 14 | 28:00 | 1369:1002 | ||
| 2 | USC München | 14 | 20:08 | 1098:1010 | ||
| 3 | USC Heidelberg | 14 | 18:10 | 1068:0998 | ||
| 4 | 1. FC Bamberg | 14 | 16:12 | 1075:1034 | ||
| 5 | Bayern München | 14 | 12:16 | 0997:1043 | ||
| 6 | USC Mainz | 14 | 08:20 | 1015:1125 | ||
| 7 | SV Möhringen | 14 | 05:23 | 2 | +34 | 1046:1161 |
| 8 | TSV Nördlingen (N) | 14 | 05:23 | 2 | - 34 | 0928:1223 |
Erklärung: (N) = Neuling
Die Gruppe zwei dieser Meisterschaft verlief hochdramatisch bis zur letzten Spielsekunde. Hier traf der FC wie im Vorjahr mit SSV Hagen (Nord 1), USC München und TuS 04 Leverkusen (Nord 3) auf die gleichen Teams. Für die Fans war nach dem 91:79 Heimsieg über den SSV Hagen die Basketballwelt wieder in Ordnung. Manfred Voigt, Wolfgang Bunse (je 19 Pkt.), Rolf Bläsius (13) und wie gewohnt Jim Wade (24) waren die Garanten des Erfolges. Trotz einer 41:35 Halbzeitführung gelang dem FC auch im fünften Anlauf beim 73:76 kein Auswärtserfolg beim USC München. Eine ausgezeichnete Teamleistung des TuS 04 Leverkusen war die Basis für den 86:68 Erfolg über die schwachen Gäste aus Bamberg. Coach Karpil agierte mit einer Minirotation von sechs Spielern, die zu oft vergeblich über Einzelaktionen den Erfolg suchten. Zwar lag der 1. FC gegen TuS 04 eine Woche später erneut zur Halbzeit zurück, aber wie ausgewechselt trumpfte das Bamberger Team in der zweiten Hälfte auf. Pablo Hartmann erzielte mit seinem Kampfgeist viele Ballgewinne, Wolfgang Bunse (18) und Wolfgang Reichmann (14) gelangen sehenswerte Korbaktionen, Manfred Schitthof (10) glänzte mit Fastbreakläufen und Jim Wade (18) traf traumhaft sicher aus der Distanz. Sofort sprang der Funke auf das Publikum über, das mit rauschendem Beifall und Sprechchören den 78:63 Sieg feierte. Im nächsten Heimspiel gegen den USC München führte der 1. FC 27 Sekunden vor Schluss 73:66. Sowohl die Mannschaft, wie auch das Publikum, hielten das Spiel für gewonnen. Nun reihte sich Fehler an Fehler und dem USC gelang vier Sekunden vor Spielende der Ausgleich zum 73:73. Um so tragischer, dass Jim Wade, der mit Schlusspfiff noch gefoult wurde, beide Freiwürfe vergab. Die Dramatik im letzten Spiel um den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft vor 2200 Zuschauern in der Ischelandhalle in Hagen verdeutlichten die letzten acht Spielsekunden. Der 1. FC führte 81:80. Nach einem technischen Foul gegen Wolfgang Reichmann, scheiterte der Hagener Kolze zweimal von der Freiwurflinie. Der Rebound landete bei Gerhard Brand, der Manfred Schitthof anspielte. Dieser riskierte völlig unnötig drei Sekunden vor Spielende einen Fehlwurf. Beim letzten Angriff der Hausherren foulte Rolf Bläsius Martinek. Der Hagener Topscorer hatte den Sieg und somit den Einzug ins Halbfinale in den Händen. Aber die Nerven versagten und er konnte nur einen Freiwurf zum Endstand von 81:81 verwandeln. Somit schloss der 1. FC die Endrunde mit 6:6 Wertungspunkten ab. Da aber auch die restlichen drei teilnehmenden Mannschaften die gleiche Punktanzahl erzielten, musste der Rechenschieber die Entscheidung über die Qualifikation für das Halbfinale treffen. Mit einem positiven Korbverhältnis (+6) setzten sich die Bamberger gegenüber dem USC München durch, der nach Abschluss der Vorrunde noch vor den Oberfranken platziert war.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | TuS 04 Leverkusen | 6 | 06:06 | 6 | +15 | 462:447 |
| 2 | 1. FC Bamberg | 6 | 06:06 | 6 | +06 | 464:458 |
| 3 | USC München | 6 | 06:06 | 6 | +00 | 432:432 |
| 4 | SSV Hagen | 6 | 06:06 | 6 | - 21 | 467:488 |
Das erste Halbfinale gegen den MTV Gießen fand am 24. Februar 1973 in der Bamberger John- F. - Kennedy - Sporthalle statt. Trotz des unbändigen Einsatzes konnte der FC die hohe Niederlage (56:87) nicht vermeiden, da die Gäste spielerisch, taktisch und konditionell klar überlegen waren. Besonders in der zweiten Halbzeit kamen die Violetten über eine Statistenrolle nicht hinaus und gingen im Angriffswirbel der Hessen unter. Erstmals überstimmten bei der 31 Punkte Niederlage 120 Fans aus Gießen mit " Hi - ha - ho - Bamberg ist ko" das so gefürchtete 2000 Mann starke Bamberger Publikum.
Mit nur neun Spielern bestritt man die Pflichtaufgabe Rückspiel in Gießen. Konnte man bis zur Halbzeit (Rückstand 47:51) noch Paroli bieten, rächte sich erneut die Taktik von Coach Karpil mit einer kleinen Rotation zu spielen. So kam der MTV, der vermehrt Spieler der zweiten Garnitur einsetzte, trotzdem zu einem hohen 107:82 Erfolg. Negativer Höhepunkt war die fünfte Spielminute der zweiten Halbzeit, als Jim Wade verärgert das Parkett verließ, duschte und zurück nach Bamberg fuhr.
Überhaupt häuften sich Ende der Saison die Differenzen zwischen Jim Wade und Trainer Karpil, dem die Sonderstellung des US - Stars missfiel. Für die Spielphilosophie des Tschechoslowaken war es nötig, um die Mannschaft noch erfolgreicher zu machen und zur deutschen oder sogar europäischen Spitze zu führen, dass Wade nicht mehr den Solisten spielt, sondern, sich dem Team unterordnet. Für Karpil war der Starkult um Jim Wade ein sportliches Manko, die Zuschauer müssen endlich begreifen, dass nicht allein seine Kunststücke das Spiel ausmachen. Nach dem Pokalspiel gegen Bayern München forderte der Amerikaner sogar seinen Spielerpass und spielte mit dem Gedanken den Verein zu verlassen.
Trotzdem war erneut Wade (19 Spiele/379 Punkte) wieder erfolgreichster FC Akteur. Die weiteren Spieler in alphabetischer Reihenfolge: Brand Gerhard (17/262), Bläsius Rolf (22/166), Bunse Wolfgang (19/290), Dotter Hans (2/0), Hartmann Werner (18/19), Leitherer Stephan (14/14), Lorber Rudolf (12/1), Meinhardt Fred (5/0), Müller Peter (15/8), Niederstrasser Mathias (3/0), Pfeifer Dieter (8/2), Rabast Dieter (5/10), Reichmann Wolfgang (21/157), Schitthof Manfred (22/275), Ullein Georg (12/7), Voigt Manfred (15/87), Wagner Eugen (1/0).
Der erstmalige Einzug ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft muss als großer Erfolg gewertet werden.
Auch in dieser Saison waren die Endspiele an Dramatik kaum zu überbieten. Im Hinspiel in der Gießener Sporthalle Ost trennten sich der MTV und USC Heidelberg 70:70. In Heidelberg erzielten die Hessen mit dem Schlusspfiff den 68:68 Ausgleich und das Match ging in die Verlängerung. Jedoch reichte es für den MTV nach der 70:71 Niederlage wieder nur zur Vizemeisterschaft und der USC Heidelberg errang den ersten Titel in der Bundesligageschichte.
Der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelang dem TSV Nördlingen, der somit den Platz von Absteiger BC Darmstadt einnahm. Der SV Möhringen verblieb in der 1. Bundesliga, da der TV Eppelheim auf sein Aufstiegsrecht verzichtete.
Die Pokalwettbewerbe sind als Einheit zu werten, da die beiden Finalteilnehmer des Bayernpokals sich über den Südpokal für den DBB Pokal qualifizieren konnten.
Oberfränische Teilnehmer am Bayernpokal waren 1. FC Bamberg II, Post SV Bayreuth I, Post SV Bayreuth II und TS Kronach.
In Runde eins besiegte die Reserve des Post SV Bayreuth als Bezirksligavertreter überraschend den Oberligisten TV 73 Würzburg mit 57:40, während die übrigen Teams aus Oberfranken ein Freilos zogen.
Die zweite Runde brachte für beide Mannschaften des Post SV Bayreuth das Aus. Während die 103:61 Niederlage der zweiten Mannschaft gegen den späteren Bayernpokalsieger 1860 München zu erwarten war, unterlag die erste Mannschaft, die nur zu sechst angetreten war, gegen den Konkurrenten aus der Regionalliga SB DJK Rosenheim nach einer katastrophalen ersten Halbzeit mit 65:75. Einzig die TS Kronach erreichte im Oberligaduell durch einen 93:77 Erfolg über den 1. FC Bamberg II das Viertelfinale.
Hier musste die TS Kronach jedoch durch eine 60:74 Niederlage beim VSC Donauwörth (Oberliga) die Segel streichen.
Neben 1860 München erreichte auch Finalgegner BG BÖWE Augsburg (76:87 gegen die Löwen) die nächste Stufe des Pokalwettbewerbes, den Südpokal.
Zusammen mit fünf Bundesligsten der Gruppe Süd und der Spvgg Ludwigsburg aus Württemberg ermittelten diese Mannschaften in zwei Runden die beiden Vertreter des Regionalbereiches Süd für den DBB Vereinspokal.
Der 1. FC Bamberg qualifizierte sich durch zwei Siege über BG BÖWE Augsburg (91:84) und Bayern München (87:68).
Im Wettbewerb auf Bundesebene unterlagen die Violetten bereits im Viertelfinale dem Westvertreter ASV Köln mit 72:77 und mussten alle Träume vom Pokalerfolg begraben.
Kein Stammspieler verließ den Post SV Bayreuth, zudem konnten mit Georg Kämpf und Klaus Schweizer zwei Nachwuchsspieler, und mit Helmut Hempfling vom 1. FC Bamberg, ein externer Zugang in die Mannschaft eingebaut werden. In dieser Saison stand wieder der Klassenerhalt im Vordergrund. Nach Niederlagen in den ersten drei Spielen gelang mit 101:81 im Auswärtsspiel beim SKV Waiblingen der erste Erfolg. Auch das darauffolgende Heimspiel gegen MTSV Schwabing konnte mit 66:47 erfolgreich gestaltet werden. Da aber die restlichen drei Spiele allesamt verloren gingen, wurde die Vorrunde mit 4:12 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz abgeschlossen. Fast in jeder Begegnung wurde das Fehlen wichtiger Leistungsträger beklagt. Eine Steigerung in der Rückrunde war für den Klassenerhalt von Nöten. Zum Auftakt der Rückrunde ging der Post SV mit 53:102 bei der Spvgg Ludwigsburg unter, gegen den späteren Meister BG BÖWE Augsburg gab es eine empfindliche 80:101 Niederlage in der Heimhalle. Nachdem der Tabellenvorletzte SKV Waiblingen eine Siegesserie gestartet hatte, waren beide Teams beim Aufeinandertreffen am 12. Spieltag punktgleich. In diesem enorm wichtigen Heimspiel gelang ein 87:76 Erfolg, wobei der erst 16 - jährige Georg Kämpf mit 31 Punkten als erfolgreichster Korbjäger glänzte. Unnötige Spannung in den Abstiegskampf brachte Bayreuth durch ein 90:90 Remis beim MTSV Schwabing (einziger Wertungspunkt der Münchner in dieser Saison!) und die 82:85 Heimniederlage gegen TSV Dachau. Der in dieser Höhe (94:66) nie erwartete Erfolg beim starken Aufsteiger in Sindelfingen, sowie ein 108:92 Sieg zum Abschluss der Saison in der Wagnerstadt gegen den Tabellenvierten TSV 1860 München sicherten den Klassenverbleib. Mit 9:7 Punkten konnten die Wagnerstädter die schwache Vorrunde korrigieren und den Abstieg vermeiden. Für den Post SV Bayreuth spielten in dieser Saison: Graf Karl-Heinz (12 Spiele/181 Punkte), Hempfling Helmut (7/87), Hoffmann Frank (6/26), Kämpf Georg (11/198), Kämpf Hans (13/170), Kämpf Karl (4/16), Kämpf Thomas (14/114), Kämpf Wolfram (15/103), Kamm Ulrich (7/30), Link Horst (14/223), Mösch Werner (7/39), Schweizer Klaus (6/24). 17 Korbpunkte konnten nicht zugeordnet werden.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | BG BÖWE Augsburg | 16 | 26:06 | 1261:1117 | ||
| 2 | Spvgg Ludwigsburg | 16 | 24:08 | 1266:1028 | ||
| 3 | TSV Dachau | 16 | 21:11 | 1198:1127 | ||
| 4 | 1860 München | 16 | 20:12 | 1265:1151 | ||
| 5 | VfL Sindelfingen (N) | 16 | 15:17 | 1082:1157 | ||
| 6 | DJK SB Rosenheim (N) | 16 | 14:18 | 1121:1151 | ||
| 7 | Post SV Bayreuth | 16 | 13:19 | 1228:1283 | ||
| 8 | SKV Waiblingen | 16 | 10:22 | 1207:1355 | ||
| 9 | MTSV Schwabing | 16 | 01:31 | 1088:1347 | ||
Erklärung: (N) = Neuling
Die Plätze der Absteiger nahmen VSC Donauwörth (Oberliga Bayern) und SV Degerloch ein. Aus der Bundesliga mussten Vorjahresaufsteiger TSV Nördlingen und SV Möhringen den Weg zurück in die Regionalliga Süd antreten.
Eine mehr als außergewöhnliche Saison stellte das Spieljahr 1972/73 in der Oberliga Bayern dar. Im Meisterrennen zog zunächst die Reserve des 1. FC Bamberg als Aufsteiger einsam ihre Kreise und war das Maß aller Dinge. Nach dem 80:69 Derbyerfolg in Kronach stand die Halbzeitmeisterschaft fest. Drei Niederlagen in Folge im Januar 1973 machten das Titelrennen wieder spannend und der VSC Donauwörth, ebenfalls Aufsteiger, sprach ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mit. Mit vier Siegen überwanden die Violetten ihr Tief und es kam am vorletzten Spieltag in Bamberg zum Gipfeltreffen der beiden Aufsteiger um den Meistertitel. Die zweite Mannschaft des FC unterlag 69:75. Da in der Vorrunde die Bamberger mit 77:71 in Donauwörth siegten, waren beide Teams an der Tabellenspitze nicht nur punktgleich, sondern auch der direkte Vergleich war mit 146:146 ausgeglichen. Nach den Regularien musste nun die Korbdifferenz über die Platzierung entscheiden. Diese sprach mit + 342 zu + 197 eindeutig für die Domreiter, die somit als Meister und Aufsteiger in die Regionalliga Süd feststanden.
Hinter den beiden Spitzenreitern etablierte sich mit klarem Abstand ein breites Mittelfeld. Hier reihte sich auch der zweite Vertreter Oberfrankens, die TS Kronach, ein. Die Turnerschaft vertraute in dieser Saison auf folgende Spieler: Bamberger Wolfgang, Braun Jim, Ferner Wolfgang, Kolb Wolfgang, Madinger Meinhard, Meyer Günther, Müller Gottfried, Noll Brad, Pötzinger Jochen, Sagodi Ronald, Schönmüller Rainer, Spindler Hans, Weckwerth Peter.
Abgeschlagen standen mit TS Jahn München und SG Augsburg die beiden Absteiger fest.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 1. FC Bamberg II (N) | 18 | 28:08 | 2 | 0 /+342 | 1476:1134 |
| 02 | VSC Donauwörth (N) | 18 | 28:08 | 2 | 0 /+197 | 1266:1069 |
| 03 | TG 48 Würzburg | 18 | 23:13 | 1184:1107 | ||
| 04 | DJK Würzburg | 18 | 20:16 | 4 | 1227:1166 | |
| 05 | TV 73 Würzburg | 18 | 20:16 | 0 | 1174:1227 | |
| 06 | TS Kronach | 18 | 16:20 | 4 | +35 | 1176:1153 |
| 07 | TuS Fürstenfeldbruck (N) | 18 | 16:20 | 4 | - 09 | 1154:1093 |
| 08 | SV Siemens Nürnberg | 18 | 16:20 | 4 | - 26 | 1060:1097 |
| 09 | TS Jahn München | 18 | 09:27 | 1061:1319 | ||
| 10 | SG Augsburg | 18 | 04:32 | 0914:1327 | ||
Erklärung: (N) = Neuling
Aber diese Saison wäre nicht als außergewöhnlich einzustufen, wenn nicht in der Sommerpause noch ein Paukenschlag folgte. Meister 1. FC Bamberg II zog seine Mannschaft in die Landesliga Nord zurück. Dies löste eine Kettenreaktion aus. Unverhofft konnte der VSC Donauwörth den Aufstieg in die Regionalliga Süd und der TS Jahn München den Verbleib in der Oberliga Bayern feiern. Als Absteiger standen somit Meister 1. FC Bamberg II und SG Augsburg fest, die durch die Aufsteiger MTV Bamberg und TSV München / Ost ersetzt wurden. Absteiger in die Oberliga Bayern war der MTSV Schwabing.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | MTV Bamberg (N) | 18 | 26:10 | 1399:1249 | ||
| 02 | TSV Ansbach | 18 | 24:12 | 2 | +20 | 1403:1184 |
| 03 | BBC Coburg | 18 | 24:12 | 2 | - 20 | 1263:1098 |
| 04 | CVJM Erlangen | 18 | 20:16 | 6 | 1255:1179 | |
| 05 | TS Lichtenfels (A) | 18 | 20:16 | 4 | 1346:1316 | |
| 06 | CVJM Würzburg | 18 | 20:16 | 2 | 1366:1171 | |
| 07 | TV 1860 Fürth | 18 | 18:18 | 1291:1330 | ||
| 08 | TV 1860 Bamberg | 18 | 17:19 | 1152:1207 | ||
| 09 | DJK Falke Nürnberg (N) | 18 | 08:28 | 1239:1480 | ||
| 10 | TV 73 Würzburg II (N) | 18 | 03:33 | 0951:1451 | ||
Erklärung: (A) = Absteiger (N) = Neuling
In der Landesliga Nordbayern entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Neuling MTV Bamberg, BBC Coburg und dem TSV Ansbach um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Bayern. Alle drei Vereine erwiesen sich als sehr heimstark und gewannen sämtliche Begegnungen. Eine Vorentscheidung brachte das Spiel zwischen dem MTV und dem BBC, das die Bamberger klar mit 80:57 für sich entschieden. Die Coburger mussten im direkten Vergleich auch noch die Vizemeisterschaft an den TSV Ansbach abtreten.
Ihre Saisonziele formulierte Absteiger TS Lichtenfels in einem Artikel vom 23. September 1972 im Lichtenfelser Tagblatt: "...Die 1. Herrenmannschaft hat sch durch zwei Amerikaner, den in Bamberg stationierten Jo Koschnik sowie den in Lichtenfels lebenden farbigen Spieler Larry McCalley verstärken können. Durch den Einsatz dieser Spieler sollte es möglich sein, den Wiederaufstieg in die Bayernliga zu schaffen." Das Vorhaben konnte aber nach einem schwachen Saisonstart nicht umgesetzt werden. Eine enorme Leistungssteigerung in der Rückrunde mit sieben Siegen, darunter ein 84:81 Heimerfolg über Meister MTV Bamberg, bedeutete am Saisonende einen gesicherten Platz im Mittelfeld der Abschlusstabelle. Für die Turnerschaft, von Alfred Adam gecoacht, kamen in dieser Saison außerdem zum Einsatz: Baierl, Burmann, Bukowski, Burkard Gerhard, Burkard Norbert, Gebhardt, Gutgesell, Pömsl, Schicker.
Einen prominenten Zugang erhielt der TV 1860 Bamberg mit Wolfgang Schauer (BC Darmstadt) , der den Weggang von Meadows kompensierte. Neu im Amt war auch der Trainer Claus Knappe. Weiterhin setzten die Turner auf folgende bewährte Kräfte: Aas, Grampp, Gütlein, Heikenwälder, Hirmke, Krone, Meichelbeck, Popp, Walz. Der Verein befand sich immer im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und schloss die Saison auf dem achten Platz ab.
In der Saison 1973/74 tauschten der MTV Bamberg als Aufsteiger aus der Landesliga Nordbayern mit dem Absteiger in diese Liga 1. FC Bamberg II die Plätze. Die Neulinge TV 73 Würzburg II und DJK Falke Nürnberg verloren bereits zu Saisonbeginn den Anschluss an das Tabellenmittelfeld und mussten wieder in die jeweiligen Bezirksligen absteigen. Sie wurden durch die Aufsteiger DJK Schweinfurt und TTV Neustadt / Aisch ersetzt.
Gut vorbereitet durch die Punkterunde in der Kreisliga Gruppe Ost mussten sich die Alten Herren des TS Lichtenfels im Regionalbereich Süd zunächst in einer Vorrunde gegen den TSV Ansbach in zwei Spielen für die Endrunde qualifizieren.
Eine gute Ausgangsposition schuf sich die Turnerschaft durch eine knappe 42:43 Niederlage in Ansbach für das Rückspiel. In glänzender Manier sicherten sich die Senioren in Lichtenfels mit 64:47 ( Halbzeit 37:22) den Einzug in die Endrunde. Dabei stachen im Angriff die Treffsicherheit von "Apo" Bukowski und in der Abwehr die Reboundstärke von Ferdl Schneider hervor.
Die Endrunde in Milbertshofen begann mit einer Sensation. Der hohe Favorit USC München, der mit drei Nationalspielern antrat, sah das Halbfinale gegen die Turnerschaft nur als Pflichtaufgabe an. Die Oberfranken hielten das Spiel bis Mitte der zweiten Halbzeit ausgeglichen. Als die sechs Spieler der Turnerschaft stark foulbelastet waren, verlor der USC in der Schlussminute die Nerven und vergab acht Freiwürfe in Folge. Die Lichtenfelser nutzten ihre Gelegenheiten, hatten das Glück auf ihrer Seite und ein 65:58 Überraschungserfolg war gelungen.
Konditionell schon stark beansprucht gingen die TSler ins Finale gegen die SG Augsburg. Zwar stand nun mit Essel ein siebter Spieler zur Verfügung und bis zur Halbzeit (34:38 für Augsburg) war der Spielausgang noch offen. Aber gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit holten die Schwaben den entscheidenen Vorsprung zum 53:45 heraus. Aus unerklärlichen Gründen wurden sechs Punkte von Bukowski annulliert. Am Ende hatte Augsburg die größeren Reserven und konnte die Partie mit 68:58 gewinnen.
Für den Süddeutschen Vizemeister der Senioren mit Coach Adam spielten: Franke (56 Punkte), Bukowski (48), Essel (10), Krauss (5), Schneider (4), Dr. Borchert, Dr. Worch.
Bei der Deutschen Meisterschaft belegt die SG DJK / Viktoria Augsburg den dritten Platz hinter dem Meister Hamburger TB von 1862 und ETB Schwarz - Weiß Essen.
Die Damen des 1. FC Bamberg beherrschten eindeutig die Liga und sicherten sich ungeschlagen den Titel und somit den Aufstieg in die Landesliga Nord. Zwischen der TS Lichtenfels und dem BBC Coburg kam es zu einem erbitterten Kampf um die Vizemeisterschaft. Im direkten Vergleich eroberten die Korbstädterinnen dank eines 64:51 Heimerfolges und einem 45:45 Remis in Coburg den zweiten Platz. Die beiden letzten Plätze nahmen die Juniorinnenteams aus Bamberg und Kulmbach ein. Für die Meisterdamen aus Bamberg mit ihrem Coach und Trainer Horst Schorr spielten: Bolton, Hill, Motschenbacher, Müller, Nowak, Pelikan, Reinlein, Sauer, Schober, Schorr, Sieben, Straub, Strobel, Weigand, Weinmann, Witschel.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 8 | 16:00 | 513:265 | ||
| 2 | TS Lichtenfels | 8 | 09:07 | 3 | 501:339 | |
| 3 | BBC Coburg | 8 | 09:07 | 1 | 398:314 | |
| 4 | 1. FC Bamberg Juniorinnen | 8 | 06:10 | 344:363 | ||
| 5 | ATS Kulmbach Juniorinnen | 8 | 00:16 | 117:592 | ||
In der Saison 1973/74 zog der ATS Kulmbach sein Juniorinnenteam zurück. Neuanmeldungen lagen von DJK Don Bosco Bamberg, MTV Bamberg, 1. FC Bamberg II und TS Kronach vor, so dass die Bezirksliga nun sieben Mannschaften umfasste.
Bedingt durch die geringe Anzahl an Meldungen wurde nur das Finale ausgetragen. In einem reinen Vereinsduell gewannen die Damen des 1. FC Bamberg gegen die Juniorinnen eindeutig mit 53:19. Fränkischer Tag Bamberg 13. Juni 1973:
Bereits in der ersten Runde schieden die FC - Damen aus dem Wettbewerb aus. Gegen den späteren Bayernpokal Gewinner die Juniorinnen des FC Bayern München war die Entscheidung bereits zur Halbzeit (9:37) gefallen. Die Münchnerinnen waren in puncto Technik und Spielübersicht deutlich überlegen und gewannen die Partie ungefährdet 70:30.
In dieser Saison spielten die neun gemeldeten Mannschaften wieder in einer Liga. Während der Saison kristallisierte sich eine Vierergruppe mit dem 1. FC Bamberg, MTV Bamberg, TS Kronach und Post SV Bayreuth heraus, die die oberfränkische Meisterschaft unter sich ausmachte. Völlig überraschend sicherte sich die TS Kronach mit ihrem Trainer Günther Meyer den Titel. Zwar verlor die Turnerschaft in der Vorrunde noch beim 1. FC (60:65) und beim Post SV Bayreuth (61:86), blieb aber in der gesamten Rückrunde ungeschlagen. Den zweiten Platz und die Teilnahme an den weiterführenden Meisterschaften sicherte sich knapp der 1. FC Bamberg vor dem Lokalrivalen MTV und dem Post SV aus Bayreuth. Die Überlegenheit dieser vier Mannschaften belegt, dass nur diese Teams in der Liga ein positives Punktekonto aufweisen konnten.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | TS Kronach | 16 | 28:04 | 1260:0856 | ||
| 2 | 1. FC Bamberg | 16 | 26:06 | 1362:0794 | ||
| 3 | MTV Bamberg | 16 | 24:08 | 2 | +03 | 1312:0934 |
| 4 | Post SV Bayreuth | 16 | 24:08 | 2 | - 03 | 1263:0977 |
| 5 | TV 1860 Bamberg | 16 | 14:18 | 2 | +20 | 1154:1009 |
| 6 | BBC Coburg | 16 | 14:18 | 2 | - 20 | 1015:0990 |
| 7 | DJK Don Bosco Bamberg | 16 | 08:24 | 0838:1123 | ||
| 8 | TS Lichtenfels | 16 | 06:26 | 0812:1286 | ||
| 9 | ATS Kulmbach | 16 | 00:32 | 0448:1495 | ||
Auch bei den Nordbayerischen Juniorenmeisterschaften, die in der Kronacher Lucas - Cranach Halle stattfanden, ging die TS Kronach als Sieger hervor und wiederholte ihren Erfolg im Bezirk. An den Meisterschaften nahmen nur fünf Vertreter teil, da die RG Uffenheim aus Mittelfranken absagte. Somit hatte das Heimteam in der ersten Vorrundengruppe nur ein Spiel gegen die TG 48 Würzburg, das souverän mit 53:33 gewonnen wurde. In der zweiten Gruppe ließ der 1. FC Bamberg mit hohen Siegen gegen TSV Ansbach (104:16) und TSV Langenprozelten (72:36) aufhorchen. In der Zwischenrunde besiegte zunächst die TS Kronach den TSV Langenprozelten mit 77:52. In der nächsten Begegnung schalteten die Violetten die TG 48 Würzburg mit 103:53 aus. Somit machten die beiden oberfränkischen Vertreter die Meisterschaft unter sich aus. Angespornt durch die lautstarke Unterstützung ihrer Fans steigerte sich die Turnerschaft von Minute zu Minute und legte bereits in der Anfangsphase den Grundstein für den 83:59 Erfolg. Dank ihrer sehr guten Kondition gelang es dem Heimteam in der kampfbetonten und fairen Partie den Aktionsradius der Bamberger Asse Ullein, Tadda und Bauer einzuschränken. Auf Kronacher Seite ragten Peter Weckwerth mit 23 Punkten, Jürgen Hofmann (19) und Rainer Schönmüller (16) heraus.
Im Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft traf die TS Kronach auf den Südzweiten USC München. Mit einem Gesamtergebnis von 151:138 (Heimspiel 72:53 Sieg, 79:85 Niederlage in der Landeshauptstadt) war das Finale erreicht. Der 1. FC Bamberg ließ im ersten Spiel dem Meister aus Südbayern Meister MTSV Schwabing keine Chance. Die Münchner, die vier ihrer besten Spieler ersetzen mussten, waren in keiner Phase der Begegnung ein gleichwertiger Gegner. Vor allem unter den Körben hatten die Violetten mit Ullein (20 Pkt.) und Voigt (14) ein deutliches Plus . Auch Becker (14) und Tadda (13) wussten beim klaren 84:43 Erfolg zu gefallen. Trotz einer 79:87 Niederlage war das Rückspiel beim MTSV reine Formsache. Somit standen sich die oberfränkischen Vereine erneut, diesmal im Bayernfinale, gegenüber. Eine gute Ausgangsposition schuf sich die Turnerschaft im ersten Spiel in Kronach mit einem 90:72 Sieg Nach einer starken Anfangsphase der Domstädter übernahmen ab Mitte der ersten Halbzeit die Hausherren die Führung (19:12). Der Vorsprung blieb bis zur Halbzeit (39:30) konstant. Nach der Pause vergrößerte die Turnerschaft den Vorsprung auf 20 Punkte. Der FC gab aber nicht auf und es gelang bis zur 36. Spielminute den Rückstand auf 64:73 zu verkürzen. In dieser entscheidenden Phase wuchs der Kronacher Center Peter Weckwerth (35 Pkt.) über sich hinaus und stellte fast im Alleingang den alten Vorsprung wieder her. Am Spielende bejubelten 150 begeisterte Zuschauer den 18 Punkte Erfolg der Kronacher Mannschaft. Eine Woche später durften die FC Junioren doch noch die dritte Bayerische Meisterschaft in Folge feiern. Gleich von Anfang an nahmen die FCler das Spielgeschehen in die Hand und führten schnell 15:6. Dank einer aggressiven Abwehrarbeit wurde die Führung bis zur Halbzeitpause auf 53:36 ausgebaut. Erfolgreiche Aktionen von Weckwerth (29 Pkt.) und Hofmann (27) reduzierten den Bamberger Vorsprung auf zehn Punkte (63:53). Nun zahlte sich die tiefere Spielerbank der Violetten aus. Während die Frankenwäldler mit einer Sechserrotation operierten, hielt der FC durch viele Spielerwechsel das Tempo hoch und forcierte zahlreiche Fehler beim Gegner. Vor allem Ullein (31 Pkt.), Bauer (26), Voigt (17) und Mühling (8) sicherten in einer tempogeladenen und spannenden Schlussphase den 101:77 Sieg.
Der Regionalentscheid wurde in Hof ausgetragen. Spvgg 07 Ludwigsburg und VfL Sindelfingen waren die Gegner der beiden Teams aus Oberfranken. Wieder fiel die Entscheidung ganz knapp aus, denn am Turnierende lagen mit dem 1. FC Bamberg, Spvgg 07 Ludwigsburg und TS Kronach drei Mannschaften punktgleich an der Spitze. So musste die Korbdifferenz dieser Teams in den Spielen gegeneinander über die Entplatzierung entscheiden. Bei der Turniereröffnung zwischen dem 1. FC Bamberg und TS Kronach, bereits das sechste Oberfrankenduell in dieser Saison, schaute es beim Spielstand 41:33 (30. Minute) nach einem Erfolg der Kronacher aus. In der 37. Spielminute war der Spielausgang beim Stand von 47:47 wieder völlig offen. Am Ende hatten die Bamberger Junioren die größeren Reserven und holten mit einem 12:0 Lauf zum 59:47 Sieg sehr wichtige Korbpunkte für den späteren direkten Vergleich. Da die TS im nächsten Spiel Spvgg 07 Ludwigsburg mit 45:40 besiegte, hatte jede der drei Mannschaften vor der Partie Bamberg gegen Ludwigsburg noch die Chance, die nächste Runde zu erreichen. Die Kronacher hofften natürlich auf einen FC Sieg, während sich die Violetten eine 19 Punkte Niederlage für die Qualifikation zur nächsten Runde erlauben konnten. Die Ludwigsburger zeigten ihr bestes Turnierspiel und führten schnell 25:12. Nun verteidigte der FC aggressiver und nutzte teilweise seine Überlegenheit auf der Centerposition aus. Bis zur Pause wurde der Rückstand auf 24:29 verkürzt und zu Beginn der zweiten Halbzeit war der Ausgleich (31:31) geschafft. Die Partie blieb nun hart umkämpft und erst drei Minuten vor Spielende zeigte sich, dass die Aufholjagd des FC zu viel Kraft gekostet hatte. Die Mannschaft aus Baden - Württemberg gewann mit 63:57. Trotzdem reichte das Ergebnis für die Domreiter zum Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft vor der Spvgg 07 Ludwigsburg, während sich die TS Kronach mit dem undankbaren dritten Platz abfinden musste. Der VfL Sindelfingen landete sieglos auf dem letzten Platz (55:75 gegen 1. FC, 73:85 gegen TS).
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 3 | 4:2 | 2 | + 06 | 191:165 |
| 2 | Spvgg 07 Ludwigsburg | 3 | 4:2 | 2 | + 01 | 151:149 |
| 3 | TS Kronach | 3 | 4:2 | 2 | - 07 | 177:172 |
| 4 | VfL Sindelfingen | 3 | 0:6 | 175:208 | ||
Bei der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft überraschte der 1. FC Bamberg im ersten Spiel des Turniers durch einen 58:56 Erfolg gegen den letztjährigen Deutschen Meister MTV Gießen. Völlig unnötig wurden die restlichen beiden Spiele gegen KuSG Leimen (60:69) und Spvgg 07 Ludwigsburg (60:71) verloren und das Ausscheiden der Junioren aus dem Titelrennen stand fest. Für den 1. FC Bamberg spielten in Heidelberg: Aas, Bauer (41 Pkt.), Becker (11), Friedmann, Höllein (21), Löhr, Mühling (26), Nüßlein, Ullein (53), Voigt (26), Weber.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | MTV Gießen | 3 | 4:2 | 2 | 210:161 | |
| 2 | KuSG Leimen | 3 | 4:2 | 0 | 167:191 | |
| 3 | SpVgg 07 Ludwigsburg | 3 | 2:4 | 2 | 164:171 | |
| 4 | 1. FC Bamberg | 3 | 2:4 | 0 | 178:196 | |
TuS 04 Leverkusen (152:105 gegen KuSG Leimen) und MTV Gießen (180:118 gegen Berliner SV 92) erreichten das Finale. Hier setzte sich TuS 04 Leverkusen mit 156:139 gegen die Hessen durch.
Der 1. FC Bamberg sicherte sich ungeschlagen den Titel des Oberfränkischen Meisters. Einzig der TV 1860 Bamberg, ebenfalls Vertreter Oberfrankens bei der Nordbayerischen Meisterschaft, konnte den Violetten Paroli bieten und unterlag im Heimspiel 76:88 und im Rückspiel beim 1. FC 78:87.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 8 | 16:00 | 989:309 | ||
| 2 | TV 1860 Bamberg | 7 | 10:04 | 748:388 | ||
| 3 | Eintracht Bamberg | 7 | 05:09 | 302:578 | ||
| 4 | 1. FC Bamberg II | 7 | 04:10 | 341:612 | ||
| 5 | TSV Höchstadt | 7 | 01:13 | 240:733 | ||
Die Vorrunden- und Halbfinalbegegnungen der in Bamberg ausgetragenen Meisterschaften standen ganz im Zeichen der beiden überragenden Heimteams. Diese distanzierten ihre Gegner aus Mittel- und Unterfranken klar. So schlug der 1. FC Bamberg TuS Aschaffenburg Damm 116:33 und TTV Neustadt / Aisch 140:22, während die Turner Kickers Würzburg 102:40 und RG Uffenheim 112:58 überrannten. Klare Resultate auch im Halbfinale: 1. FC Bamberg schlug RG Uffenheim 112:58 und der TV 1860 Bamberg den TuS Aschaffenburg Damm 93:50. Im Finale nahmen die Violetten von Anfang an das Heft in die Hand und führten zur Halbzeit mit 42:26. Als der TV 1860 im zweiten Spielabschnitt in der Defense das Anspiel auf die Center besser kontrollierte, konnte der Rückstand zeitweise bis auf acht Punkte verkürzt werden. Ernsthaft gefährdet war der 82:69 Sieg des 1. FC Bamberg in keiner Phase des Spiels.
Im ersten Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft gewann der 1. FC Bamberg beim Südzweiten BG BÖWE Augsburg mit 94:61. Nach einem Blitzstart (17:6) bauten die Violetten ihren Vorsprung zur Halbzeit auf 45:25 aus. Trotz einiger Konzentrationsmängel gegen Ende der Begegnung stand bereits nach dem ersten Spiel der Einzug ins Finale fest. Auch im Rückspiel in Bamberg gelang ein 87:64 Erfolg. Jedoch mussten die reichlich überheblichen FCler bis zur Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen. In Hälfte zwei war der FC kaum wiederzuerkennen. Durch Schnellangriffe und sichere Würfe wechselte die Führung und vor allem Manfred Voigt (26 Pkt.), Ernst (18), Werner Mühling (15) und Andi Höllein (13) sicherten den 23 Punkte Erfolg. Der TV 1860 Bamberg verlor das erste Spiel beim Südersten DJK SB München mit 63:75. Ihre beste Saisonleistung zeigten die Sechziger im Rückspiel, aber es reichte dennoch nicht für den erneuten Einzug ins Bayernfinale. Korberfolge von Görtler (24 Pkt.) und Aas (23 Pkt.) brachten den TV 1860 kurz vor Spielende in Führung. Jedoch war der Zwölf Punkte Vorsprung der DJK SB trotz 80:77 Erfolg der Turner, nie gefährtet. Für den TV 1860 spielten weiterhin: Dietel, Geuder, Heyder, Hübner (4), Röhner (2), Ruß (8), Sowa, Ubl (11), Wagner (2) und Zimmermann (6). Im ersten Finalspiel bei der heimstarken DJK SB München musste der Titelverteidiger eine mehr als unnötige 68:80 Niederlage einstecken. Zwar hatte die Spieler von Trainer Rudolf Lorber einen guten Start und lagen zur Halbzeit mit 34:32 in Führung. Durch einen 12:2 Run zu Beginn der zweiten Hälfte übernahmen jedoch die Oberbayern die Führung. Bis zur 31. Spielminute wuchs der Vorsprung auf 59:48 an, ehe die Violetten mit einem energischen Zwischenspurt den Gleichstand 60:60 sechs Minuten vor Spielende herstellten. Leichtsinnsfehler begünstigten in der Schlussphase die erste Saisonniederlage der FC Jugend. Auch im Rückspiel begannen die DJK SB furios und nach einer 26:10 Führung in der sechsten Spielminute war die Titelentscheidung bereits zu Gunsten der Münchner gefallen. Die Umstellung von Mann- auf Zonenverteidigung unterbrach den Spielfluss der DJK SB und zur Halbzeit war der Vorsprung der Gäste auf sechs Punkte geschmolzen (39:45). Mitte der zweiten Halbzeit ging die FC Jugend erstmals in Führung (59:57). Der knappe Bamberger Vorsprung konnte aber nicht weiter vergrößert werden. Die Violetten wahrten ihren Heimnimbus und blieben mit dem 83:81 Erfolg daheim weiterhin ungeschlagen.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 3 | 6:0 | 254:161 | ||
| 2 | DJK SB München | 3 | 4:2 | 241:193 | ||
| 3 | SpVgg 07 Ludwigsburg | 3 | 2:4 | 164:222 | ||
| 4 | VfL Sindelfingen | 3 | 0:6 | 172:255 | ||
Im ersten Turnierspiel war wieder einmal die DJK SB München der Gegner. Erneut erwischten die Münchner den besseren Start. Die Oberfranken nahmen aber mit ihrer Zonendeckung die starken DJK Center aus dem Spiel und konnten so das Spiel offener gestalten. Nach der Pause legten die Münchner einen starken Zwischenspurt ein und gingen in der 29. Spielminute mit 48:40 in Führung. Wichtige Korberfolge von Pfister (16) und Höllein (10) glichen das Ergebnis wieder aus. Als der beste Münchner Spieler Streib in der 37. Minute die Foulhöchstgrenze erreichte, stellte Pfister in der Schlussminute mit zwei verwandelten Freiwürfen den verdienten Bamberger Erfolg mit 66:64 sicher. Die anfänglich überhebliche Spielweise des FC führte dazu, dass der VfL Sindelfingen im zweiten Spiel knapp in Führung lag. Dann kam aber immer mehr die körperliche Überlegenheit der FCler zum Tragen und bereits bei Halbzeit war das Spiel (43:26) entschieden. Besonders Mühling (26 Pkt.) war Garant für den hohen 101:69 Erfolg. Letzte Zweifel am Titelgewinn beseitigte der 1. FC mit einer hervorragenden Leistung beim 87:37 Erfolg über die Spvgg 07 Ludwigsburg. Die Gastgeber, die im Vorjahr die Violetten noch besiegt hatten, gingen im Angriffswirbel der Oberfranken, die von Coach Rudi Lorber sehr gut eingestellt waren, unter.
Auch im Vorrundenturnier zur Deutschen Meisterschaft, das in der John - F. - Kennedy Sporthalle ausgetragen wurde, setzte sich der 1. FC Bamberg ungeschlagen durch. Platz zwei ging an die DJK SB München, die sich auf Grund des besseren Korbverhältnisses gegenüber Südwestmeister KuSG Leimen für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft qualifizierte. Der Zweite im Südwesten USC Heidelberg blieb sieglos.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 3 | 6:0 | 222:171 | ||
| 2 | DJK SB München | 3 | 3:3 | 1 | + 20 | 191:171 |
| 3 | KuSG Leimen | 3 | 3:3 | 1 | - 04 | 208:212 |
| 4 | USC Heidelberg | 3 | 0:6 | 180:247 | ||
Im Eröffnungsspiel gegen den letztjährigen Deutschen Vizemeister KuSG Leimen zeigte die FC Jugend zu Spielbeginn großen Respekt. Abwehrfehler führten Mitte der ersten Halbzeit zu einem 12:18 Rückstand. Als es Otto erfolgreich gelang, den Aktionsradius des KuSG Spielmachers Buchenau einzuengen, konnten die Violetten bis zur Halbzeit auf 28:30 aufholen. Nach der Pause legte das Heimteam seine Nervosität ab und übernahm folgerichtig die Führung (25. Minute 36:32). Beim KuSG kamen nochmals Siegeshoffnungen auf, als der in der Abwehr überragende Mühling und der treffsichere Pfister mit je fünf Fouls ausscheiden mussten. Der reboundstarke Zeis und der korbgefährliche Becker sicherten jedoch den 73:60 Erfolg. Keine überzeugende Leistung bot der 1. FC trotz seines 86:61 Erfolges gegen den USC Heidelberg. Garanten des Erfolges waren Voigt (21 Pkt.), Becker (18), Höllein (12) und Pfister (10). Im Abschlussspiel des Turniers traf die FC Jugend erneut, bereits zum viertenmal, auf die DJK SB München. Um das Aufeinandertreffen mit dem großen Favoriten TuS 04 Leverkusen im Halbfinale zu vermeiden, wollten beide Teams unbedingt das Spiel für sich entscheiden. Eine starke Leistung in der Defense und die besseren Auswechselspieler der Violetten waren die Grundlage für den sicheren 63:50 Erfolg, zumal die Müncher auf Grund des hart umkämpften vorausgegangenen Spiels gegen den KuSG Leimen auch konditionell wenig entgegensetzen konnten. Für die Violetten spielten im Bamberger Turnier: Becker (60 Pkt.), Ernst (8), Fenn (1), Hämmerle (11), Höllein (18), Mühling (22), Otto (2), Pfister (23), Thomalla (1), Voigt (56), Zeis (20).
Trotz wenig überzeugender Leistungen schuf sich der 1. FC im Heimspiel gegen BG Göttingen mit 60:41 eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im Norden Deutschlands. Die erste Hälfte war geprägt vom langsamen, aber kampfbetonten Spiel der BG und einem überheblichen Spiel der Hausherren. Da zudem die FC - Außen nur mäßige Wurfleistungen zeigten, betrug der Vorsprung zur Halbzeit gerade einmal fünf Punkte (24:19). Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild für kurze Zeit. Die Violetten bauten ihren Vorsprung auf 16 Punkte aus. Wer nun glaubte es gehe nur noch um die Höhe des Sieges, wurde bitter enttäuscht. Die FCler verfielen in ihre anfängliche Lethargie und vier Minuten vor Spielende betrug der Vorsprung nur noch sieben Punkte. Nun brach die BG konditionell ein. Die Bamberger forcierten nun das Tempo und konnten die Begegnung letztlich mit 19 Punkten Unterschied gewinnen. Der 1. FC machte in Göttingen von Spielbeginn an klar, dass er sich die Finalteilnahme nicht mehr nehmen lassen wollte. Eine 11:5 Führung der BG Göttingen wurde bis zur Halbzeit in eine 29:28 Führung gedreht. Durch Korberfolge von Pfister (16 Pkt.) und Ernst (16) wuchs der Vorsprung auf 47:39 an. Zwar konnte die BG noch einmal den Rückstand ausgleichen, aber wie im Hinspiel waren die Göttinger am Ende den konditionsstärkeren Bambergern nicht gewachsen und mussten sich mit 62:75 geschlagen geben. Die Korbverteilung des 1. FC Bamberg in der Zwischenrunde: Becker (17 Pkt.), Ernst (16), Fenn, Hämmerle (2), Höllein (6), Mühling (24), Otto (2), Pfister (20),Rock, Thomalla, Voigt (24), Zeis (24). So erreichte erstmals seit 1967 wieder eine Bamberger Basketballvereinsmannschaft das Endspiel.
Über das Heimspiel (John - F. - Kennedy - Halle) berichtete der Fränkische Tag am 25. Juni 1973:
Rückspielbericht 2. Juli 1973 im Fränkischen Tag Bamberg:
Nur drei Mannschaften nahmen an der Bezirksligarunde teil. Ungeschlagen sicherte sich der 1. FC Bamberg den Titel vor der TS Lichtenfels und der zweiten Mannschaften des 1. FC.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 4 | 8:0 | 466:099 | ||
| 2 | TS Lichtenfels | 4 | 2:6 | 2 | +07 | 159:300 |
| 3 | 1. FC Bamberg II | 4 | 2:6 | 2 | - 07 | 123:349 |
In Würzburg wurden die Nordbayerischen Schülermeisterschaften ausgetragen. Hier sicherte sich die C - Jugend des 1. FC Bamberg, die von Trainer Rupert Aas hervorragend vorbereitet war, ungeschlagen den Titel. Den einzigen knappen Sieg gab es gegen Gastgeber Kickers Würzburg mit 45:41, während die anderen Teilnehmer TSV Ansbach (100:20) und TV Vach (96:17) chancenlos blieben. Für den 1. FC Bamberg spielten bei den Nordbayerischen Meisterschaften: Bauer (33 Pkt.), Dippold (12), Ernst, Gerner (39), Glas (20), Görtler (32), Hempfling (22), Mahr (30), Rock (24), Tadda (8), Wagner (11), Ziegmann (10).
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Bamberg | 3 | 6:0 | 241:078 | ||
| 2 | Kickers Würzburg | 3 | 4:2 | 205:079 | ||
| 3 | TSV Ansbach | 3 | 2:4 | 055:204 | ||
| 4 | TV Vach | 3 | 0:6 | 075:215 | ||
Ein hartes Stück Arbeit stand der C - Jugend im Halbfinale gegen den Zweiten der Südbayerischen Meisterschaft BG BÖWE Augsburg bevor. Im ersten Aufeinandertreffen in Bamberg glückte nach einem ausgeglichenem Spielverlauf nur ein knapper 80:74 Sieg. Dieser Vorsprung war beim Rückspiel in Augsburg bereits in der achten Spielminute egalisiert (5:11). Den FC Schülern gelang vor Nervosität fast gar nichts. Nach taktischen Umstellungen von Trainer Gregor Aas warf man in der zweiten Halbzeit einen kleinen Vorsprung heraus, der bis zum Spielende (53:50) Bestand hatte. Als im Finale um die Bayerische Meisterschaft bereits das Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister DJK SB München mit 53:62 verloren ging, fuhr man ohne große Hoffnungen in die Landeshauptstadt. Die Gastgeber hatten einen Blitzstart und führten in der zehnten Spielminute 27:6. Die Bamberger vermochten aber den Rückstand bis zur Halbzeit auf 21:43 zu verkürzen. Obwohl taktische Traineranweisungen diszipliniert eingehalten und eine hohe Kampfbereitschaft an den Tag gelegt wurde, konnten die FC Schüler die 50:75 Niederlage nicht vermeiden. Trotzdem war als Bayerischer Vizemeister die Qualifikation zum Regionalentscheid Süd gelungen.
Kurioserweise bestand bei diesem Turnier, das in München ausgetragen wurde, das Teilnehmerfeld aus den gleichen Vereine wie bei der B - Jugend. Die bayerischen Vertreter setzten sich ebenfalls bei den Schülern gegen die beiden Teams aus Württemberg durch.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | DJK SB München | 3 | 6:0 | 277:119 | ||
| 2 | 1. FC Bamberg | 3 | 4:2 | 185:196 | ||
| 3 | SpVgg 07 Ludwigsburg | 3 | 1:5 | 1 | - 60 | 157:217 |
| 4 | VfL Sindelfingen | 3 | 1:5 | 1 | - 87 | 147:234 |
Zwar wurde das Duell gegen DJK SB München überraschend klar mit 45 Punkten (38:83) Differenz verloren, aber Erfolge über Ludwigsburg (68:57) und Sindelfingen (79:56) bedeuteten den Einzug in die Vorrunde der Deutschen Meisterschaft mit den Vertretern des Regionalverband Südwest.
| Platz | Mannschaft | Spiele | Punkte | Direkter Vergleich | Körbe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | DJK SB München | 3 | 6:0 | 285:125 | ||
| 2 | 1. FC Bamberg | 3 | 2:4 | 2 | + 22 | 180:221 |
| 3 | KuSG Leimen | 3 | 2:4 | 2 | + 05 | 165:180 |
| 4 | USC Heidelberg | 3 | 2:4 | 2 | - 27 | 118:222 |
Wie ein Blick auf die Tabelle zeigt, beherrschte die DJK SB München das Turnier und besiegte auch den bayerischen Rivalen aus Bamberg, wobei die Niederlage mit 63 Punkten (116:53) noch deutlicher als beim Regionalentscheid Süd ausfiel. Sehr spannend verlief dann der Kampf um Platz zwei. Nach dem deutlichen Sieg über Gastgeber SSC Karlsruhe (74:41) verschenkten die FC Schüler ihre gute Ausgangsposition durch ihre 53:64 Niederlage gegen den TSV Berghausen. Ein Sieg für Berghausen im letzten Turnierspiel hätte das Ausscheiden der Violetten bedeutet. Aber ein überraschender Sieg des SSC Karlsruhe (54:50) in einem hochdramatischen Spiel der beiden südwestdeutschen Rivalen brachte die Oberfranken auf Grund der besseren Korbdifferenz Platz zwei ein und der Einzug ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft stand damit fest. Gesamtpunkteverteilung der FC Schüler bei der Vorrunde Deutsche Meisterschaft in Karlsruhe: Bauer (7 Pkt.), Dippold (2), Gerner (36), Glas (41), Görtler (10), Hempfling (6), Mahr (22), Rock (16), Tadda (4), Wagner (6), Ziegmann (30). In Karlsruhe fehlte Ernst.
Keine Chance hatten die FC - Schüler beim ersten Spiel der Zwischenrunde in Göttingen. Bereits in der achten Spielminute hatte der heimstarke SSC einen 16 Punkte Vorsprung erzielt. Dabei stellte der Göttinger Center Weitemeyer die FC Abwehr oft vor unlösbare Aufgaben. Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild für kurze Zeit. Durch klug vorgetragene Angriffe von Roland Gerner und Gerd Görtler verkürzten die Bamberger den Rückstand auf 30:42 und Bauer gelang es den Aktionsradius des Zweimeter Centers Weitemeyer einzuschränken. Durch schlechte Würfe aus ungünstigen Positionen und hektische Spielweise war diese Aufholphase sehr schnell beendet. Der SSC überlief in den letzten Spielminuten immer wieder die Bamberger Verteidigung. Nach dem 71:40 Erfolg stand der Einzug der Norddeutschen ins Finale praktisch schon nach dem ersten Spiel fest. Im Rückspiel spielten die FC Schüler erstmals in der John - F. - Kennedy Sporthalle. Vor allem die harten Körbe bereiteten der Heimmannschaft Probleme und so war es nicht verwunderlich, dass die Göttinger schnell mit zehn Punkten in Führung lagen. Bis zur Halbzeit sorgten Rainer Rock (12 Pkt.) und Gerd Görtler (6) dafür, dass der Vorsprung der Gäste nur noch zwei Punkte betrug (24:26). Die Violetten starteten sehr konzentriert in den zweiten Spielabschnitt. Außenspieler Rainer Glas (12) durch sichere Distanzwürfe und Roland Gerner (6) mit klugen Pässen auf die Center Hempfling und Ziegmann sorgten für die Führung der Gastgeber, zumal es Bauer wieder gelang, den SSC - Center Weitemeyer nahezu auszuschalten. Gelungene Aktionen von Werner Mahr und Gerd Görtler stellten den 54:44 Sieg sicher. Trotz dieses schönen Erfolges schieden die 1. FC Schüler im Gesamtergebnis mit 94:115 aus dem Wettbewerb aus. Neuer Deutscher Meister wurde TuS 04 Leverkusen. Die Westdeutschen schlugen im Halbfinale DJK SB München in hart umkämpften Partien äußerst knapp 69:68 (38:24 in Leverkusen, 31:44 in München). Weniger Probleme hatte der TuS 04 in den beiden Finalspielen mit zwei Erfolgen über den SSC Göttingen (47:28 und 60:59)
In allen drei Altersklassen wurden im Bezirk Oberfranken Pokalrunden ausgespielt, jedoch konnten die Sieger der Wettbewerbe nicht und nur einige Ergebnisse ermittelt werden.
In Oberfranken kein Spielbetrieb in dieser Altersklasse.
In Oberfranken kein Spielbetrieb in allen weiblichen Altersklassen.
Die Zahl der Basketballvereine im Bezirk erhöhte sich auf 20 durch Neuaufnahme von Eintracht Bamberg, VfL Jahn Bamberg. TC Rot - Weiß Bayreuth, TSV Hirschaid, TSV Höchstadt. Schiedsrichterwart: Horst Schorr berichtete, dass die erstmals durchgeführten Beurteilungen der SR bei den Vereinen ein unterschiedliches Echo fanden. Die durchgeführten Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis:
© BBV-Bezirk Oberfranken, 28.03.2026 18:59 | Bei Fragen, Wünschen oder Verbesserungsvorschlägen wenden Sie sich bitte an: Klaus Ullmann (Archivar)